Zum Nachdenken!

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Dies ist eine Familie, die in Cebu City auf der Straße lebt. Aus der Sicht von den andern Straßenmenschen geht es ihnen gut, denn sie haben einen Besitz (Matratze, eine Decke und Töpfe).

Vor ca zwei Wochen ist ein Mädchen (ich nenne sie mal Jessy) bei CFA ins Heim gekommen. Sie wurde auf der Straße gefunden. Seit sie 3 Jahre alt ist lebte Jessy zusammen mit ihrer 2 Jahre jüngeren Schwester auf der Straße, wo sie auf sich alleine gestellt waren. Da Jessy mit 3 Jahren nicht für sich und auch noch für ihre 1-jährige Schwester sorgen konnte verhungerte ihre Schwester. Sie wurde getreten und als Dreck beschimpft, weil sie immer dreckig war und nur selten duschen konnte und nie gelernt hatte, wie man seinen Körper pflegt. Als sie bei Erwachsenen um Hilfe fragte wurde sie immer weitergereicht, weil niemand sie haben wollte. Jeden Tag wuste ie nicht wie sie sich ernähren und durch den Tag kommen soll. Trotz allem schlug sich Jessy auf der Straße durch und ist heute in dem Heim von CFA, wo sie versorgt wird.

Gerry (veränderter Name) lebte mit seiner Schwester und seinem Vater auf der Straße. Die Mutter hatte sie schon lange für einen anderen Mann verlassen. Alles was er besaß bewahrte er in einer kleinen Plastiktüte auf. Zwei T-Shirts, 2 Unterhosen, eine Hose und ein Mäppchen mit 2 Stiften. Die kleine Familie besitzt einen kaputten Regenschirm und einen großen Karton, auf dem sie lebten. Sein Papa war des öfteren im Gefängnis, jedoch meistens nur für ein paar Tage. Wenn er nicht im Gefängnis war versuchte er sich um seine Kinder zu kümmern, hatte jedoch Drogen- und Alkoholprobleme, keine Arbeit, kein Geld und war mit den Kindern und seinen Problemen maßlos überfordert. Gerry bettelte zusammen mit seiner kleinen Schwester um Essen und Geld. Bei den großen Jungs probierte er einige Drogen aus. Allerdings war er erst 6 Jahre alt und hatte von Alkohol und anderen Drogen bleibende Gehirnschäden. Jede Woche kamen beim Feedig Leute von CFA und brachten Spiele, Musik, Essen und verbanden seine Wunden. Nach einigen Feedings wurden er und seine Schwester in dem Heim von CFA aufgenommen.

Es gibt schätzungsweise 1,5 Millionen Kinder, die auf der Straße leben und denen es ähnlich geht wie den oben genannten Kindern. Die meisten Menschen wissen dies auch und haben Mitleid aber wer tut wirklich was dagegen? Dadurch, dass ich einige Kinder dieser 1,5 Millionen kennengelernt habe geht mir das Leid der Kinder viel näher, denn es ist plötzlich nicht nur eine rießige Zahl, sondern es sind Kinder die vor mir stehen. Kinder, die ich in den Arm nehmen kann und die mir ein Lächeln schenken, wenn ich sie hoch in die Luft werfe. Menschen sagen:“Die Arbeit mit Straßenkindern ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein“ und „Man kann ja sowieso nicht alle retten“, aber mir reicht es schon, wenn man auch nur einem Kind helfen kann, denn es ist besser als Keinem zu helfen. Aus der Sicht dieses Kindes hat man nicht nur einen minimalen, sondern rießigen Unterschied gemacht.

 

Der typische Philippino!

Natürlich gibt es nicht DEN einen Philippino aber es lassen sich einige Verhaltensweisen bei mehreren Philippinos feststellen und diese will ich euch in diesem Beitrag zeigen:

Kommunikation

  • Die meisten Philippinos grüßen jeden Weißen. Dabei gibt es ganz viele verschiedene Art und Weisen dies zu machen: mit dem Kopf zunicken, die Augenbrauen hochziehen oder „Hi“ sagen sind eher zurückhaltende Varianten. Oft kommen auch Komentare, wie „Hey gwapa / gwapo!“ (=“Hi Hübsche / Hübscher“), „Hey my Idol“ (= „Hey mein Idol“), „Hi soulmate“ (=“Hi Seelenverwanter“) oder „Hey my best friend“ (=“Hey mein bester Freund“). Dies ist allerdings alles nicht aufdringlich gemeint, sondern einfach freundlich und gastfreundschaftlich. Für Deutsche vielleicht etwas außergewöhnlich aber für Philippinos ganz normal um einen Ausländer in seinem Land willkommen zu heißen.
  • Viele Philippinos denken, dass jeder Weiße ein sehr reicher Amerikaner ist und deshalb werden Männer oft mit „Hello Joe“ uund Frauen mit“Hello Jane“ angesprochen.
  • Höherstehende werden höflich mit „Ma’am“ oder  „Ate“ („ältere Schwester“), „Sir“ oder „Kuya“ („älterer Bruder“) angeredet.
  • Begrüßt ein Filipino einen älteren Menschen, drückt er die Handrückseite des Älteren als Zeichen des Respekts an seine Stirn.
  • Oft flüchtet sich ein Filipino in uneindeutige Erklärungen, wenn er etwas nicht genau weiß. Wenn man zum Beispiel nach dem Weg fragt und der Philippino den Weg nicht weiß wird er trotzdem etwas antworten auch wenn es dann eine falsche Wegbeschreibung ist. Deshalb sollte man immer mehrere Menschen fragen um sicher zu gehen.
  • Das Wort „Nein“ wird gemieden, stattdessen hört man oft nur „Maybe later“  (=“vielleicht später“) oder „Maybe another time“ (=“vielleicht zu einer anderen Zeit“).
  • Viele Filipinos ducken sich bis in die Hocke, stecken ihre Arme nach vorne durch und entschuldigen sich höflich, wenn sie zwischen zwei anderen Menschen hindurch gehen wollen. Sie wollen das Gespräch nicht stören und unhöflich sein.
  • Oft wird nicht mit dem Finger auf etwas gezeigt, denn das ist unhöflich, sondern indem die Lippen in die jeweilige Richtung gespitzt werden.
  • Wird etwas Gesagtes nicht verstanden, fragen Filipinos nicht nach, sondern lassen den Mund offen stehen und reißen die Augen auf bis es wiederholt wird.

Gesellschaft und Verkehr

  • Man kann fast denken, dass es hier im Verkehr keine Regeln gibt, jedoch gibt es welche die sind aber selbst erfunden und als Ausländer muss man diese ertmals erkennen und verstehen. Der Verkehr ist sehr chaotisch und unübersichtlich und die Hupe ersetzt nützliche Hilfmittel wie Blinker, Ampeln und Verkehrsschilder und wid deshalb dementsprechend häufig benutzt.
  • Es gibt zwar Fahrspuren, die wie in Deutchland durch weiße Linien auf dem Boden gekennzeichnet sind, jedoch werden diese nie eingehalten und jeder fährt so wie er will.
  • Das Jeepney hat immer die selbe Route kann auf dieser Strecke jedoch überall zum Ein- und Aussteigen angehalten werden.
  • Das Motto in jedem Fortbewegungsmittel ist: „Einer geht noch, einer geht noch rein“. Auch wenn man denkt es ist schon voll, dann passen noch mindestens 3 Leute rein.

Schönheitsideale und Gewohnheiten

  • Dicke Kinder gelten als schick und niedlich und auch für Erwachsene ist es schön gut ernährt, jedoch nicht dick, zu sein.
  • Weiße Haut und europäische Gesichtszüge (vorallem eine lange Nase) sind die Schönheitsideale. Wenn sich Philippinos schminken, benutzen sie ein sehr helles Puder und sind teilweise weißer als ich.
  • Polster und Möbelstücke genauso wie Heiligenfiguren stehen meistens in Plastikoriginalverpackung im Wohnzimmer.
  • Die philippinische Flagge findet man fast überall und die ist den Philippinos sehr wichtig. Jeden Tag wird in der Schule die Flagge gehisst und dazu die Nationalhymne gesungen. Auch vor jedem Film im Kino und bei weiteren Veranstaltungen wid diese sogenannte „Flag Ceremony“ durchgeführt.
  • Meistens merkt man bei Philippinos nicht, dass sie ein Päärchen sind, denn Zärtlichkeiten werden nie in der Öffentichkeit ausgetauscht.
  • Die meisten Philippinos gehen mit ihren normalen Klamotten (T-Shirt und Shorts bis zum Knie) ins Wasser baden. Manche tragen auch extra Schwimmklamotten, welche jedoch auch die Beine bis zum Knie und den Oberkörper und die Schultern verdecken. Nach und nach kommen jedoch, durch den Einfluss der westlichen Welt, auch Bikinis und kurze Shorts zu den Philippinen das ist jedoch noch eine Seltenheit. Das ist auch so, weil die Philippinos ihre Haut vor der Sonne schützen wollen, um nicht braun zu werden.
  • Philippinos können überall schlafen. Egal ob es hell oder laut ist und auch egal in welcher Position sie nutzen jede Möglichkeit zum Schlaf.
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Essen

  • Es gibt drei Hauptmahlzeiten (morgens, mittags, abends) und zwei Zwischenmahlzeiten. Die Hauptmahlzeiten bestehen natürlich aus einer großen Portion Reis und einer Beilage aus Fleisch. Soße gibt es selten und wenn ist es meistens Sojasoße. Die Snacks für zwischendurch können süße Brötchen, Spaghetti, Pizza oder Kekse sein. Alles ohne Reis ist eben eine Zwischenmahlzeit.
  • Oft ist das Essen kalt und das stört die Philippinos nicht wirklich.
  • Schmatzen und rülpsen ist kein Problem und stört niemanden.
  • Als Besteck stehen normalerweise nur Löffel und Gabel zur Verfügung. Messer bekommt man wenn überhaupt nur in edleren Restaurants und das auch nur wenn man etwas Europäisches oder Amerikanisches bestellt hat.
  • Weil man hier kein Essen ohne Fleisch bekommt haben Vegetarier auf den Philippinen kaum eine Chance.

 

Also falls ich von diesen Sachen in Deutschland etwas machen sollte, zB. mit offenem Mund vor euch stehe, dann wisst ihr, dass ich etwas nicht verstanden habe und ihr es einfach wiederholen müsst.

Gebetsanliegen:

  • Da es jetzt wirklich schnell aufs Ende zugeht (nurnoch 2 Wochen) dürft ihr gerne für eine gute letzte Zeit und eine gute, nicht zu harte Verabschiedung beten. Ihr dürft auch dafür beten, dass ich die letzten 2 Wochen noch gut nutzen und genießen kann.
  • Natürlich dürft ihr auch für meine Zeit in Deutschland beten. Ich hoffe, dass ich mich wieder gut einleben kann und dass ich alle Dinge wegen Studium und Wohnung gut hinbekomme.

 

In diesem Sinne freue ich mich darauf euch bald wieder in Deutschland zu sehen (auch wenn es super schade ist hier wegzugehen und damit ein Stück Heimat zurückzulassen).

Viele Grüße,

eure Lena

Summer Go Camp 2017!

Nachdem die Kinder gerade für ca 2 Monate Sommerferien haben arbeite ich nicht mehr als Lehrerin in der Schule, sondern bin wieder in den Kinderheimen tätig. Nach der Zeit in der Schule habe ich mich wieder sehr darauf gefreut die Kinder aus den Heimen wieder regelmäßig zu sehen. Vorallem die größeren Mädels habe ich sehr vermisst, denn dadurch dass ich in der 1. und 2. Klasse unterrichtet habe konnte ich die älteren Kinder nur seltener sehen. Ich habe die Kinder im Heim zwar nach Schulschluss oft besucht, aber eben keine 8 Stunden am Tag…

In den Ferien gibt es zwar Programm für die CFA-Kinder und auch wir Freiwilligen bemühen uns Aktionen zu machen (Armbänder knüpfen, backen und Shakes machen, Gesellschaftsspiele, Filme schauen und Sportaktionen, usw…), jedoch langweilen sich die Kinder in den Ferien trotzdem recht häufig. Deshalb ist es perfekt, dass es das GO CAMP gibt. Es ist eine richtig coole Freizeit, welche jedes Jahr für eine Woche auf dem CFA Gelände stattfindet.

An dem Camp nehmen die Heimkinder, aber auch  Outreach Kinder, die auf die CFA Schule gehen, teil. Zudem kommen alle ehemaligen Heimkinder und die SILA Jungs und Mädels (das sind die College-Schüler, welche in einer Art betreutem Wohnen leben, weil sie schon zu alt fürs Heim sind, aber trotzdem noch unterstützt werden, weil sie noch kein eigenes Einkommen haben). Die Jungs aus Bacolot (einer Außenstelle von CFA) und die Kinder von Bantayan (dort ist noch immer eine enge Verbindung, nachdem CFA nach einem heftigen Hurricane bei den Aufbauarbeiten geholfen hat). Insgesamt waren es über 250 Leute, die an dem Camp teilgenommen haben.

Das Thema des Camps war „Heroes of Life“ (also „Helden des Lebens“). Deshalb hatten alle 16 Kleingruppen einen Helden aus der Bibel zugeteilt. Dieser Held wurde von den Gruppen in einem Theaterstück vorgestellt und so lernten die Kinder viel von den Helden aus der Bibel.

In der Gruppe wurde auch immer zusammen gegessen, kleine Andachten gehalten gehalten und Spiele zusammen gemacht. Nach der Woche ist man den Menschen aus seiner Gruppe nahegekommen und es haben sich gute Beziehungen gebildet. Zudem gab es eine Menge Programm für alle. Am ersten Morgen haben wir alle zusammen einen „Prayer Walk“ gemacht. Dazu sind wir durch unser Stadtviertel gelaufen und haben für die Leute gebetet. Zudem sind wir auch zur Polizei gegangen und haben dort für die Polizisten gebetet und wurden auch vom Bürgermister in seinen Garten eingeladen um für ihn und wichtige Entscheidundgen, die bald anstehen zu beten.

An einem Tag sind wir auch mit den Kindern ans Meer gefahren, was für sie ein Highlight war, denn sie können nur sehr selten ans Meer.

 

In der Woche gab es auch verschiedene Workshops (Kochen, nähen, Basteln, Maniküre und vieles mehr), Spiele, Andachten, Worship, Sportangebote und vieles mehr.

Beim geistlichen Imput ging es darum, wie wir in unserem Handeln immer mehr zu einem Helden werden können, indem wir Jesus folgen und versuchen wie er zu werden. Während des Camps hat man auch Auftritte für die Outreach-Aktionen geübt. Es wurden Tänze einstudiert und wir Freiwilligen haben ein Theaterstück vorbereitet. Dann an den letzten 2 Tagen ging es los zu den Outreaches. Dafür sind wir zu umliegenden Plätzen gefahren und haben Leute zu unserem Programm eingeladen. Auf den Philippinen ist sowas überhaupt kein Problem, denn sobald irgendwo laute Musik angemacht wird kommen alle Menschen in Strömen und sowas spricht sich dann auch schnell rum, sodass wir im Handumdrehen eine große Halle gefüllt hatten. Dann führten wir unser Programm auf und beteten anschließend für die Leute, die gekommen sind. Das Ziel war es, den Leuten von Gott zu erzählen, sie zu ermutigen und ihnen Hoffnung zu geben (und das auf keine aufdringliche Art) und dann Gott ans Werk zu lassen, sodass er in ihren Herzen wirken kann.

Die Freizeitwoche war ein voller Erfolg und wir waren danach alle sehr glücklich, wenn auch ein bisschen müde. Für die Kinder und auch alle Mitarbeiter ist es immer ein großes Highlight im Jahr und alle freuen sich darauf. Für mich war es sehr spannend und toll viele neue Leute kennenzulernen, die Kinder die ich nicht so oft treffe wieder zu sehen und nochmal eine andere und tiefere Beziehung zu den Heim-Kids zu bekommen. Es war auch eine tolle Erfahrung eine Freizeit im Ausland zu erleben und jeden Tag noch enger mit den Philippinos zusammenzuleben. Ich bin sehr dankbar, dass ich am Go Camp 2017 teilnehmen durfte.

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Vielen Dank fürs Vorbeischauen und ganz liebe Grüße aus dem heißen und schwülen Cebu, wo inzwischen der Sommer angekommen ist. (bis zu 40 Grad und über 80% Luftfeuchtigkeit…)

 

 

Kleine Auszeit mit meinen Eltern!

Seit über einer Woche sind nun meine Eltern bei mir zu Besuch und werden mich morgen schon wieder verlassen. Es war sehr schön, dass ich ihnen alles von meinem Alltag und meiner Freizeit zeigen konnte. Der größte Vorteil ist, dass ich ihnen jetzt etwas erzählen kann und sie es nachvollziehen können, denn sie kennen nun die Mitarbeiter, die Kinder und meine Mitfreiwilligen. Und natürlich konnten sie meine Arbeit ein bisschen kennenernen und haben auch das Gelände von CFA und die Stadt Cebu City gesehen. Außerdem ist es einfach schön sie mal wieder zu sehen (nicht nur ab und zu mal über Skype).

Zuerst habe ich ihnen mein Zuhause und das Gelände von CFA gezeigt und dann ging es gemeinsam zu den Essensausgaben.

Nachdem ich ihnen alles in meinem Umfed gezeigt hatte, ging es für 5 Tage auf die nahe gelegene Insel Bohol. Obwohl meine Eltern extra in der Trockenzeit gekommen sind, hat es immer mal wieder geregnet (der April macht eben was er will und da kann es dann auch vorkommen, dass es in der tiefsten Trockenzeit regnet). Doch wir sind ja nicht aus Zucker und haben dem Wetter getrotzt. Also wurden per Tricycle alle Touri-Spots abgeklappert: Chocolate-Hills, Schmetterlingsfarm, Koboldmakis, Loboc River und wunderschöner Strand (sogar bei Regen schön). Wir hatten eine fast schon luxuriöse Tricycle-Fahrt, denn wir 3 große Europäer konnten sogar fast aufrecht sitzen (was wirklich sehr selten ist, denn die Philippinos sind selten größer als 1,60m). Doch anscheinend sind die Leute in Bohol auf große Touristen eingestellt und wir konnten die wunderschöne Fahrt mit toller Aussicht sehr genießen und sogar die Sonne ließ sich blicken. Der Urlaub war insgesamt trotz durchwachsenem Wetter sehr schön, gelungen und erholsam und jetzt kann ich wieder voller Elan an meine Arbeit gehen.

Danke fürs Vorbeischauen und ich hoffe, dass ich es in nächtes Zeit schaffe wieder öfter was zu posten!

Trollsparty!

„Trolls“ ist der wahrscheinlich meist gefeierte Film in den Heimen. Die Kinder können fast den ganzen Film auswendig mitreden und alle Lieder mitsingen. Das ist auch kein Wunder nachdem sie den Film bis zu 8 oder 9 mal angeschaut haben. Andauernd hört man die Kinder Zitate aus dem Film sagen oder ein Lied trällern. Ich selbst durfte den Animationsfilm ganze 5 mal schauen. Egal ob in der Schule, in den Heimen, an Geburtstagen oder bei Outreach Aktionen „Trolls“ wurde immer angeschaut. Es ist ein lustiger und kindgerechter Film mit Aussage. Nämlich dass man glücklicher sein sollte und jeder glücklich sein kann. Es geht um kleine Wesen, die Trolls, die immer fröhlich und glücklich sind. Sie tanzen, singen, lachen und sind immer bunt angezogen. Um mehr zu erfahren schaut euch den Film an er ist wirklich nicht schlecht (aber einmal anschauen reicht, es muss nicht 9 mal sein).

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Die Einladungskarte

Wir Freiwilligen wollten natürlich mit dem Strom schwimmen und cool sein und haben deshalb eine TROLLSPARTY für die Kinder aus den Mädchenheimen geschmissen.

Dafür haben wir die „Social Hall“ (die Versanstaltungshalle von CFA) bunt geschmückt, denn wer den Film kennt weiß dass es der vermutlich bunteste Film ist. Auch Glitzer und verrückte Frisuren durften nicht fehlen. Die Kinder hatten eine Kleiderordnung und diese lautete: Bunt und ganz viel Glitzer!

Es gabe eine Frisuren-Ecke, wo wir den Mädels die Haare gemacht haben, es gab eine Karaoke-Ecke mit den Liedern zum Film. Außerdem gab es eine Station bei der die Kinder Cupcakes verzieren konnten und auch die Foto- und Mal-Ecke kam richtig gut an. Zwischendrin gab es noch Spiele und ganz viel Musik.

Das Highlight war dann die „HugTime“. In „Trolls“ gibt es jede Stunde eine „HugTime“, zu deutsch „UmarmungsZeit“. In der Zeit umarmen sich alle Trolls gegenseitig, um Liebe und Harmonie zu schaffen. Die Kinder bekamen Konfetti in die Hände und dan ging die „Umarmung“ los.

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Es war ein voller Erfolg für die Kinder wie auch für uns Freiwillige.

Bergfest!

Am 10. Februar war für uns Freiwillige das „Bergfest“, was heißt, dass wir nun die Hälfte unseres IJFDs rum haben. Das ist schon ein bisschen gruselig, weil ich nicht weiß ob ich mich freuen soll oder nicht. Jetzt habe ich nochmal so lange, wie ich schon da bin. Ist da lange oder kurz? Ich weiß es nicht so genau, aber ich denke eher kurz. Alle sagen, dass die letzte Hälfte immer richtig schnell vorbei geht. Deshalb versuche ich noch jeden Moment zu genießen.

Es stehen noch Urlaube, große Aktionen, der Bau einer Jugendlounge, die 25 Jahresfeier von CFA, der Besuch von meinen Eltern und noch ganz viele tolle Erlebnisse mit den wunderbaren und richtig coolen Kids an.

Nach fast 6 Monaten hat man sich schon gut eingelebt. Ich verstehe die Kultur und die Sprache immer besser. Es haben sich enge Freundschaften gebildet und man kennt die Kinder und Mitarbeiter relativ gut. Ich bin froh, dass ich nicht nur ein halbes Jahr hier bin, denn jetzt beginnt die Zeit, in der man gut eingearbeitet ist, sich in der Stadt auskennt, sich eingelebt hat und einfach selbstsicher Aktionen starten kann. Man versteht einfach wie alles läuft und wie die Philippinos ticken. Es wäre schade, wenn ich genau in diesem Moment gehen müsste…

In diesem Zuge möchte ich mich bei allen bedanken, die mich im Gebet und auch finanziell unterstützen! Ohne euch wäre dieses geniale und prägende Jahr nicht möglich. Vielen lieben Dank!!! Und wer mich und „Christ for Asia“ finanziell noch mehr unterstützen möchte, darf gerne im Menü auf Kontakt gehen und mir ne Mail senden. Dann kann ich euch meine Daten weiterreichen. Auch Gebete können nie schaden!

In diesem Sinne: Danke für alle die an mich denken!

Grüße von den wunderschönen Philippinen!!

„Nehemiah School of Opportunities Inc.“!

Zurück zurück in die Schule. Auch wenn ich imoment noch sehr froh bin, dass ich die Schule mit dem Abi hinter mir lassen könnte, bin ich ,wie schon im letzeten Beitrag erwähnt, seit Januar in der Schule („NSOI“) von „Christ for Asia“. Hier gehen die Heimkinder und noch 40 andere Kinder aus der Umgebung hin und so wird ihnen die Schulbildung gegeben, die sie brauchen um aus der Armut herauszukommen.

Zu Beginn durfte ich mir aussuchen, in welche Klassen ich gehen möchte und habe mich dann schlussendlich für die 1. und 2. Klasse entschieden. Die Kinder dort sind alle nach Wissensstand in die Klassen aufgeteilt. Daher sind die Kinder in der 1. Klase zwischen 6 und 13 Jahren alt, denn wenn ein Kind mit 13 in die Heime kommt aber noch keine Schulbildung hat, fängt man praktisch bei Null in der 1. Klasse an.

Die Klassen bestehen aus ca 7 bis 15 Schülern, was ich als sehr gut empfinde, denn dadurch enteht ein angenehmerer Unterricht und die Lehrerin kann sich besser auf die einzelnen Kinder einlassen. Auch ist bei einer so kleinen Klasse das Problem mit der unterschiedlichen Lerngeschwindigkeit kein so großes Problem. Generell ist das Verhältnis von Lehrerin zu den Schülern ein sehr gutes, angebrachtes und im Vergleich zu Deutschland ist es eher locker und freundschaftlich.

An einem normale Tag läutet die Schulglocke um kurz nach 7, was für die Kinder das Zeichen zum Aufbruch ist. Wer um 7:15 Uhr noch nicht in der Schule ist ist für den Morgen aus der Schule ausgeschlossen und darf nicht am Morgen-Unterricht teilnehmen. Dadurch sollen die Kinder Pünktlichkeit lernen. Sie dürfen jedoch nach dem Mittagessen zum Nachmittagsunterricht kommen (natürlich nur wenn sie pünktlich sind).

Dann startet für alle Anwesenden die Flag Ceremony. Dabei stellen sich die Kinder der Größe nach in ihren Klassen auf und singen die Nationalhymne während die Landesflagge gehisst wird. Das hört sich für uns Deutsche vielleicht ein bisschen befremdlich an ist aber in vielen Ländern ganz normal. Es wird auch ein Gebet gesprochen, die Lehrerinnen begrüßt und ein bisschen Morgensport betrieben.

Anschließend ist das große Putzen angesagt (ich will keine Gender-Gesetze verletzten oder eine Feministin sein, indem ich nur die Lehrerinnen erwähne, aber es gibt an der Schule nur Lerherinnen, denn es gibt einen großen „männlichen“ Lehrermangel auf den Philippinen). Für 15 minuten wird jeden Morgen das Schulgelände und die Klassenräume geputzt, damit alles schön sauber bleibt. Dabei helfen die Kinder, wie auch die Lehrerinnen alle kräftig mit.

Jede Klasse hat, ähnlich wie in Deutschland, seinen eigenen Klassenraum, indem die Kinder Fächer, wie Mathe, Englisch, Filipino und Mother Tongue (also Cebuano). Zusätzlich gibt es noch Mapeh, indem die Schüler Verhaltensweisen lernen. Mapeh ist aber auch Musik-, Health- und Kunstunterricht. Die Lehrer haben einen Lehrplan, an den sie sich halten müssen haben aber meiner Meinung nach mehr Freiheit als in Deutschland. So kann die Lehrerin selbst entscheiden, wann sie welches Fach und welches Thema unterrichtet und ist dabei flexibel und kann auch auf die Kinder besser eingehen. Zudem haben die Kinder jeden Tag eine Klassenlehrerstunde, in der Projekte fertiggestellt werden können, Probleme angesprochen werden oder der nicht durchgebrachte Unterrichtsstoff gelehrt wird. Jeden Montag gibt es eine Chapel Hour, die ein bisschen wie Religionsunterricht ist und immer freitags gibt es Sportunterricht.

Von 9:45 – 10:00 Uhr haben die Kinder eine kurze Pause, in der sie ihren mitgebrachten Snack essen oder etwas beim Kiosk kaufen können. Die Mittagspause ist dann von 12:00 – 13:00 Uhr.  Die Kinder gehen in der Stunde in den Heimen Mittagessen. Der Unterricht endet  um 16:00 Uhr mit Putzen und einer weiteren Flag Ceremony.

Ich genieße es wirkich in der Schule. Noch unterrichte ich nicht selbst, helfe aber im Unterricht mit und schaue mir alles an. Bei Cebuano oder Filipino kann ich leider zwar nicht so viel helfen aber bei allen anderen Fächer schon.